Sechs Tote in Stade — Hannovers Jugendamt trauert um Kolleg*innen

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Sechs Tote in Stade — Hannovers Jugendamt trauert um Kolleg*innen
Foto: Der Althafen, Stade. / CC BY SA 4.0

Am Montag sind sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade erschossen worden. Drei der Opfer waren Mitarbeiter*innen des Jugendamtes der Region Hannover.

Oberbürgermeister Belit Onay: „Der Schock sitzt tief. Ich wünsche den Familien, Freundinnen und Kolleginnen viel Kraft." Die Stadt habe der Region Hannover jede denkbare Unterstützung angeboten.

Die Tat trifft auch das Jugendamt der Landeshauptstadt. Die Kolleg*innen dort kannten die Opfer teils persönlich. Was sonst ein abstrakter Satz in der Gefährdungsbeurteilung ist — dass die Arbeit im Jugendamt Risiken birgt — steht ihnen jetzt konkret vor Augen.

Kinder- und Jugenddezernentin Susanne Blasberg-Bense sagt, die Kolleginnen stünden unter Schock. Man trauere gemeinsam. Die Stadt führe gerade viele Gespräche und biete psychologische Unterstützung an. Und: „Auch wenn es heute zu früh ist, um Schlüsse zu ziehen: Wir werden uns genau ansehen, welche Lehren wir aus dem schrecklichen Attentat in Stade ziehen müssen, um die Mitarbeiterinnen von Jugendämtern zu schützen."

Es ist ein Satz, der auf eine Debatte verweist, die noch nicht begonnen hat. Wie sicher sind Außentermine? Welchen Schutz gibt es bei Hausbesuchen? Fragen, die Jugendämter bundesweit betreffen — und für die es bisher wenig einheitliche Antworten gibt.

Die Hintergründe der Tat in Stade sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Quelle: Landeshauptstadt Hannover