Mehr Badegäste, mehr Personal, aber kein Geld für alle Sanierungen

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Mehr Badegäste, mehr Personal, aber kein Geld für alle Sanierungen
Foto: Das Stadionbad. / CC BY SA 4.0

Die Verwaltung hat auf eine Anfrage der SPD-Fraktion zur Situation der städtischen Bäder geantwortet. Kurz gefasst: Der Sommer 2026 lief besser als die Vorjahre — mehr Personal, keine Schließtage, deutlich mehr Besucher. Nur bei den Sanierungen klemmt es.

In der Ratssitzung am 27. August wollte die SPD wissen, wie es um Sanierungsstand, Personal und Öffnungszeiten steht. Die Verwaltung lieferte Zahlen, die in Teilen überraschend positiv ausfallen.

Sanierung: drei Bäder auf der Warteliste

Die Stadt arbeitet das 2022 beschlossene Bädersanierungskonzept ab. Misburger Bad neu gebaut, Vahrenwalder Bad teilsaniert, Fössebad im Ersatzneubau, Nord-Ost-Bad wird gerade saniert. Für das Lister Bad ist ein neues Nichtschwimmbecken geplant, Baubeginn erstes Quartal 2027.

Aber: Wegen der angespannten Haushaltslage wurden das Kleefelder Bad, das Ricklinger Bad und der zweite Bauabschnitt des Vahrenwalder Bades nach hinten geschoben. Gegen Ende des dritten Quartals soll eine Beschlussvorlage zur Fortschreibung des Konzepts kommen.

Personal: fünf neue Stellen, null Schließtage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Personalsituation verbessert. Fünf zusätzliche Stellen für Rettungsschwimmer wurden geschaffen und besetzt — drei davon im Misburger Bad, zwei im Naturbad Hainholz. Alle freien Stellen seien besetzt, Schließtage habe es nicht gegeben, so die Verwaltung.

Für den kommenden Doppelhaushalt sind 20 weitere Stellen beantragt. Die braucht die Stadt unter anderem für die Inbetriebnahme des Fössebades und den Parallelbetrieb mit dem Stadionbad, das dann selbst saniert werden soll.

Besucherzahlen: Hainholz vervierfacht sich

Die Freibäder verzeichneten durchweg steigende Besucherzahlen. Das Lister Bad zählte 101.874 Besucher (Vorjahr: 82.125), das Ricklinger Bad 84.250 (Vorjahr: 70.624), das Misburger Bad 73.605 (Vorjahr: 69.845). Am auffälligsten: Das Naturbad Hainholz sprang von 10.095 auf 41.121 Besucher — eine Vervierfachung.

Ganz ohne Zwischenfall blieb der Sommer allerdings nicht. Im Juli musste das Naturbad Hainholz fünf Tage schließen, nachdem Pseudomonas aeruginosa im Wasser nachgewiesen wurde. Seit dem 27. Juli war der Betrieb wieder möglich.

Die Öffnungszeiten blieben stabil: unter der Woche von 6 beziehungsweise 6:30 Uhr bis 20 oder 20:30 Uhr, am Wochenende von 8 bis 20 Uhr. Für 2027 plant die Verwaltung ein vergleichbares Angebot.

Quelle: Beschlussdrucksache 1391/2026 F1, Ratsversammlung vom 27.08.2026

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