Kleingärten in Herrenhausen-Stöcken vorerst nicht bedroht — Verwaltung erklärt Anfrage für obsolet

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Kleingärten in Herrenhausen-Stöcken vorerst nicht bedroht — Verwaltung erklärt Anfrage für obsolet
Foto: Die Gartenpforte Zum Berge 118. / CC BY SA 4.0

Bezirksratsherr Detlev Jähnert (Gruppe Hannoveraner) wollte wissen, ob die Stadt Alternativen geprüft hat, bevor sie bis zu 650 Kleingärten in Herrenhausen-Stöcken für Wohnbebauung opfert. Die Verwaltung antwortete am Dienstag im Stadtbezirksrat mit einem Satz: Die Wohnbauflächen seien nicht mehr Teil des Dokuments. Damit seien die Fragen obsolet.

Worum es geht

Das Kommunale Entwicklungskonzept 2026 (KEK 26) sah ursprünglich vor, auf der Fläche von bis zu 650 Kleingärten im Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken Wohnungen zu bauen. Jähnert hatte in seiner Anfrage drei Punkte gestellt: ob alternative Baustandorte geprüft wurden, ob der Wohnungsbedarf durch Umnutzung leerstehender Gebäude gedeckt werden könnte, und welche Ergebnisse diese Prüfungen ergeben hätten.

Die Antwort

Die Antwort der Verwaltung fiel knapp aus. Wohnbauflächen seien aus dem KEK 26 gestrichen worden — die Fragen hätten sich damit erledigt. Warum die Flächen herausgenommen wurden, wann das geschah und ob die Kleingärten aus anderen Gründen weiterhin zur Disposition stehen, dazu kein Wort.

Für die betroffenen Kleingärtner dürfte die Nachricht trotzdem eine Erleichterung sein. Zumindest vorläufig.

Wie es weitergeht

Die vollständige Beschlussdrucksache 15-0685/2026 F1 ist über das Ratsinformationssystem der Stadt Hannover einsehbar. Ob das Thema Kleingärten im weiteren KEK-26-Prozess erneut aufkommt, bleibt offen.

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