CDU fordert Neustart der Schul-IT nach Microsoft-365-Stopp

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CDU fordert Neustart der Schul-IT nach Microsoft-365-Stopp
Foto: Das Neue Rathaus, abends. / CC BY-SA 4.0

Die CDU-Fraktion hat einen Dringlichkeitsantrag zur Schul-IT in Hannover eingereicht. Die Verwaltung soll den laufenden Betrieb sichern, den gescheiterten Rollout von Microsoft 365 aufarbeiten und bis zu den Haushaltsberatungen 2027 ein neues Gesamtkonzept vorlegen. Der Antrag (Drucksache 0850/2026) steht heute im Verwaltungsausschuss auf der Tagesordnung.

Was passiert ist

Die Stadt hatte Microsoft 365 an allen rund 100 Schulen eingeführt. Dann wurde der Rollout gestoppt — laut CDU-Fraktion, weil weder die rechtlichen noch die technischen Voraussetzungen ausreichend geklärt waren. Die bestehenden Systeme IServ, WebWeaver und schulen-hannover.de laufen weiter, aber die Frage, wie es langfristig weitergeht, steht im Raum.

Was die CDU will

Der Antrag umfasst sechs Punkte. Erstens: Die bestehenden Systeme müssen stabil weiterlaufen. Zweitens: Keine weiteren Migrations- oder Abschaltungsschritte, bis ein tragfähiges Gesamtkonzept vorliegt — „fachlich, rechtlich, organisatorisch und finanziell", wie es im Antrag heißt.

Drittens fordert die Fraktion einen Bericht an die zuständigen Ausschüsse. Darin soll die Verwaltung dokumentieren, wie es zu der Entscheidung kam, was schiefgelaufen ist und welche Auswirkungen das hatte. Viertens soll bis zu den Haushaltsberatungen 2027 ein neues IT-Konzept stehen, das Datenschutz, Praktikabilität und Kosten zusammenbringt.

Außerdem sollen Schulleitungen, Eltern- und Schülervertretungen einbezogen werden. Und die Verwaltung soll prüfen, ob sich bei bestehenden Verträgen noch etwas nachverhandeln oder rückabwickeln lässt.

Wie es weitergeht

Der Verwaltungsausschuss berät den Antrag heute. Danach geht er in die Ratsversammlung. Ob die Verwaltung den Zeitplan bis zu den Haushaltsberatungen 2027 halten kann, wird sich zeigen — bei der Schul-IT in Hannover sind Zeitpläne bisher eher Richtwerte.

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