Callcenter-Betrug in Hannover: Polizei meldet deutlichen Anstieg
In den vergangenen zwei Wochen hat die Polizeidirektion Hannover einen deutlichen Anstieg von Callcenter-Betrug registriert. Die Maschen sind nicht neu, aber sie funktionieren immer noch.
Zwei Varianten laufen gerade parallel. Bei der ersten geben sich Anrufer als Polizeibeamte aus. Die Geschichte: In der Nachbarschaft sei eingebrochen worden, der Name des Opfers stehe auf einer Liste. Man solle Bargeld und Wertsachen zur "sicheren Verwahrung" herausgeben. Am 22. Februar erschien in Langenhagen-Schulenburg ein Täter nach dem Anruf bei einer älteren Frau zu Hause. Er nahm Geld und Wertsachen mit.
Die zweite Variante sind Schockanrufe. Jemand meldet sich als Angehöriger, Polizist oder Staatsanwalt und behauptet, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Haft drohe, aber gegen Kaution gehe es. Am 23. Februar in Laatzen und am 25. Februar in Lehrte haben Opfer Bargeld, Schmuck und Wertsachen übergeben.
Die Polizei rät: Auflegen, sobald jemand Geld fordert. Echte Polizisten verlangen weder Bargeld noch Wertsachen. Kontodaten gehören nicht ans Telefon. Wer einen Anruf über angebliche Angehörige bekommt, sollte selbst nachprüfen — die Nummer aus dem eigenen Telefonbuch wählen, nicht die vom Anrufer genannte. Im Zweifel: 110.
Quelle: Polizeidirektion Hannover