Ausstellung im Historischen Museum erzählt Schwarze Geschichte Hannovers
Das Historische Museum zeigt seit dem 27. Februar die Ausstellung "Unsere Hannover: Schwarze Geschichten" — Schwarze, afrikanische und afrodiasporische Erfahrungen in Hannover, erzählt von denen, die sie gemacht haben. Die Ausstellung läuft bis zum 22. November im Hannover Kiosk an der Karmarschstraße 40, weil das Museum selbst wegen Sanierung geschlossen ist.
Sechs Ko-Kuratorinnen und Ko-Kuratoren haben jeweils einen Beitrag gestaltet. Sandra Alvarez Ramirez arbeitet die Frage auf, die Schwarze Menschen in Deutschland dauernd hören: "Wo kommst du her?" Erica Frimpong und Brenda Davina erzählen die Geschichte der Afroshops in Hannover — den ersten eröffneten Michael Adusei und Appiah Danquah 1986. Patrick Mijnals zieht eine Linie von Hannover zur "Plantage Hanover" in Suriname, Kolonialgeschichte, die im Stadtnamen steckt.
Ndey Bassine Jammeh-Siegel hat einen Empowerment-Workshop mit Kindern entwickelt, Elli Mariyama Manneh eine Schreibwerkstatt mit afrodiasporischen Jugendlichen über Identität und Zugehörigkeit.
Die Ausstellung gehört zum Projekt "Leerstellen" des Museums. Der Name sagt, worum es geht: Lücken in der Frage, wessen Geschichten erzählt werden und wessen nicht.
Begleitend gibt es unter anderem am 7. April einen Empowerment-Workshop und am 12. Mai eine Veranstaltung zu "Rassismus & Mental Health".
Der Hannover Kiosk ist dienstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet, mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Quelle: Landeshauptstadt Hannover