143 Deutsche Meistertitel, 24 Sportarten, vier Tage: Die Finals kommen nach Hannover
Vom 23. bis 26. Juli wird Hannover für vier Tage zur Bühne des deutschen Spitzensports. Bei den Finals 2026 treten fast 4.000 Athletinnen und Athleten in 24 Sportarten an, dazu kommen mehr als 1.400 Betreuerinnen und Betreuer. Am Ende stehen 143 Deutsche Meistertitel. Hundert Tage vor dem Multisport-Event stellten Beteiligte aus Politik, Sport und Medien das Programm bei einer Pressekonferenz im Neuen Rathaus vor.
Die Wettkampforte lesen sich wie ein Ausflugsprogramm: Kanu und Rudern auf dem Maschsee, 3x3-Basketball und Breaking am Neuen Rathaus, Stabhochsprung auf dem Opernplatz. Am Steinhuder Meer gibt es Coastal Rowing, Segeln, Triathlon und Windsurfen. Die Leichtathletik findet allerdings in Bochum statt — Hannover kann eben nicht alles haben.
Neu im Programm sind unter anderem Beach-Volleyball, Gewichtheben, Ju-Jutsu und Rapid Surfen. Dazu kommen vier Demonstrationssportarten: Floorball, Kanu-Polo, Stand-Up-Paddling und Tec-Ball. Was genau Tec-Ball ist, dürfte sich vom 23. Juli an im Sport-Leistungs-Zentrum klären.
Oberbürgermeister Belit Onay sprach von einer „ganz besonderen Atmosphäre, die weit über den Wettbewerb hinausgeht". Die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens nannte Hannover einen „leistungsstarken und innovativen Sportstandort". Das Land fördert die Veranstaltung mit bis zu drei Millionen Euro und ist damit der größte öffentliche Geldgeber. Vier Hauptpartner aus der Wirtschaft — enercity, Rossmann, Sparkasse Hannover und Volkswagen — tragen den Rest mit.
Kanutin Paulina Paszek, Silber- und Bronzemedaillengewinnerin bei Olympia 2024 in Paris, sagt: „Es fühlt sich einfach besonders an, wenn so ein großes Event in der eigenen Region stattfindet." Turner Andreas Toba bringt es nüchterner auf den Punkt: „Die Finals haben immer einen hohen Stellenwert, weil es vergleichbar ist mit Olympischen Spielen, nur halt National. Vor allem endlich mal in Hannover."
Die TV-Produktion übernimmt der hannoversche Dienstleister TVN. Geplant sind über 200 Stunden Live-Bilder, rund 140 Kameras, 13 Regien und etwa 80 Terabyte Videomaterial. ARD und ZDF übertragen rund 30 Stunden im Hauptprogramm und mehr als 100 Stunden in den Streams. Der NDR richtet ab der Finals-Woche ein Pop-Up-Studio am Maschsee ein.
Die meisten Wettbewerbe sind ohne Eintrittskarte zugänglich. Tickets braucht man für das Turnen in der ZAG Arena, die Leichtathletik in Bochum und die Beach-Volleyball-Clubmeisterschaften — der Vorverkauf läuft bereits. Schwimm-Tickets für das Stadionbad sollen bald folgen.
Quelle: Landeshauptstadt Hannover